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Diskussion über die Oldenburger Wagrien-Schule von Hans-Jürgen Löschky am 22.01.2010 um 13:39 |
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Pressemitteilung FDP-Fraktion Hans-Jürgen Löschky Liberale: Wagrien-Schule braucht jetzt Unterstützung! Die Diskussion um die Wagrien-Schule nimmt derzeit groteske Formen an, sowohl bei einigen Mitgliedern der Stadtvertretung, wie auch bei Bürgern die sich in der Presse äußern. „Eines ist mit Presseüberschriften wie LN vom 13.01.2010 „Angstklima an der Wagrien-Schule“ oder Leserbrief LN Claus Seidel vom 16.01.2010 „Das reinste Chaos“ erreicht worden, die Gemeinschaftsschule als solche wurde in Mißkredit gebracht“, erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Oldenburger Stadtparlament, Hans-Jürgen Löschky,“dem müssen wir energisch entgegentreten“. Es wird teilweise mit völlig sachfremden Argumenten immer noch gegen die Gemeinschaftsschule argumentiert und die bestehenden Probleme ausschließlich an dieser Schulform festgemacht werden, obwohl hierfür ganz andere Gründe maßgebend sind. „Ich möchte einmal daran erinnern, daß das neue Schulgesetz lediglich die Wahl zwischen Gemeinschaftsschule auf Antrag oder Regionalschule als Regelschule ließ und durch die große Koalition in Kiel zwischen CDU und SPD beschlossen wurde. Bei beiden Schularten werden die Haupt- und Realschulen zusammengeführt und damit gemeinsames Lernen ab der fünften Klasse verordnet. Wer jetzt so tut, als hätten wir das alte dreigliedrige Schulsystem beibehalten können, handelt wider besseres Wissen“. Wenn von Herrn Markmann in der Diskussion die Einheitsschule (Begriff???), gemeint ist wohl die Gemeinschaftsschule, kritisiert wird, dann muß das sowohl für Regional- als auch für Gemeinschaftsschulen gelten. Im übrigen hat sich, im Großen und Ganzen unbestritten, herausgestellt, daß die in der DDR praktizierte Einheitsschule (gemeinsames Lernen bis zur achten Klasse), bei allen Mängeln im gesellschaftspolitischen Bereich, sehr gute Ergebnisse in naturwissenschaftlichen Fächern (frei von Idiologie) erbracht hat. Allerdings waren die Schüler auch nicht durch gesellschaftliche Vorgänge, wie z.B. antiautoritäre Erziehung negativ belastet, wie das bei uns der Fall war und ist. Da steckt m. E. bei uns ein großer Teil des Problems. Werte wie Pünktlichkeit, Ordnung, Sauberkeit, Disziplin, Anerkennung von Autorität (Lehrer, Polizei, rote Fußgängerampel!!! u.a.) werden teilweise im Elternhaus nicht mehr in dem notwendigen Maße vermittelt, weil viele junge Eltern sie selbst oft nicht mehr erfahren haben. Das nachzuholen kann Schule aus vielerlei Gründen nicht leisten u.a. weil auch oftmals Lehrer in ihrer Erziehungstätigkeit mit Kindern in der Schule nicht ausreichend durch die Eltern gestützt werden. Hierbei soll nun die Schulsozialarbeit einsetzen und helfen. Dafür stehen ihr derzeit fünfundzwanzig Wochenstunden zur Verfügung, wohlgemerkt als freiwillige Leistung des Schulträgers, der Stadt Oldenburg. Aufgrund der sehr schwierigen Haushaltslage eigentlich nicht zu leisten; aber im Sinne der Kinder und Lehrer aufgrund der Gesamtsituation beschlossen. Eine Aufstockung jedoch ist finanziell nicht zu vertreten. Auch immer wieder aufs neue gestellte Anträge der SPD diesbezüglich nähren den Verdacht von Populismus erzielen nur Außenwirkung, führen aber nicht zum Ziel! Das bestehende Problem würde durch eine Erhöhung auf fünfunddreißig Stunden auch nicht gelöst, sondern bestenfalls abgemildert werden. Letztendlich müssen wir von den Lehrern erwarten können, auch mit Problemkindern umzugehen, zumal es in der Schule nicht nur um reine Wissensvermittlung gehen sollte, sondern aufgrund der pädagogischen Ausbildung eine sach- und zielgerechte Ansprache von auffälligen Kindern gefordert werden muß. Was wir hier von den Lehrern einfordern, muß aber auch für uns selbst gelten! Zielführend hat sich m.E. Herr Torsten Becker in seinem Leserbrief in den LN geäußert, in dem er zur Sachlichkeit im Sinne der Kinder aufruft und vor der Beschädigung der Schule warnt! Daran möchte ich gern anknüpfen! Die Gemeinschaftsschule ist von der Stadtvertretung beschlossen und damit Fakt! Das anzuerkennen ist demokratische Pflicht, auch wenn man bis zu der Entscheidung versucht hat, die Willensbildung in eine andere Richtung zu beeinflussen. Punkt! Jetzt geht es darum, die Anfangsschwierigkeiten einer neu aufgestellten Schule gemeinsam durch Lehrer, Eltern, Kinder und Stadt zu überwinden um der Kinder willen! Wir alle sind in der Pflicht, nachtreten verbietet sich von selbst! Die FDP-Fraktion schlägt vor, die bestehende Arbeitsgruppe des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten kurzfristig in einer Sondersitzung mit der Aufarbeitung zu befassen. Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Angstklima an der Wagrienschule" von Martin Fricke vom 13. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...enschule0001.PDF Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "SPD Oldenburg fordert mehr Schulsozialarbeit" vom 16. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...hulsozialarb.JPG Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Schulsozialarbeit muss verstärkteingreifen" von Gerhard Keil (für dielehrer an der Wagrien-Schule Oldenburg) vom 16. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...sozialarbeit.JPG Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Das reinste Chaos/ Lesermeinung " von Claus Seidel vom 16. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...%20Chaos0001.JPG Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Fehlende Konsequenz " von Reiner Kotlarski vom 16. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...e%20Konseque.JPG Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Vielschichtiige Ursachen " von Birte Görrissen vom 22. Januar 2010: http://www.fdp-oldenburgsh.de/2010-0...icht.%20Ursa.JPG |
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