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Ausschuß für gesellschaftliche Angelegenheiten am 05. Oktober 2009
von Hans-Jürgen Löschky am 13.10.2009 um 09:24
Link zum Presseartikel in den Lübecker Nachrichten "Kieler Schuldebatte reißt in Oldenburg alte Wunden auf" vom 13. Oktober 2009

http://www.fdp-oldenburgsh.de/Pressb...vom%2015.10.2009

Kommentar des Fraktionsvorsitzenden der FDP, Hans-Jürgen Löschky:

Die wiederum von der CDU im Ausschuß für gesellschaftliche Angelegenheiten angezettelte Diskussion über die Schulart in Oldenburg ist nach rückwärts gerichtet.

Die Entscheidung zugunsten der Gemeinschaftsschule ist bereits im vorigen Jahr durch die Stadtverordnetenversammlung getroffen worden. Wem hilft denn heute die Fragestellung "hätte und könnte" noch weiter.

Außerdem wird wiedereinmal es fälschlicherweise so dargestellt, daß wir eine Wahl zwischen dem neuen Schulgesetz mit Regional- oder Gemeinschaftsschule, oder der Beibehaltung des gegliederten Schulsystems mit Real- und Hauptschule gehabt hätten!

Mitnichten, das alte Schulsystem wird ab 2010 nicht mehr existieren!

Wir hatten die Wahl zwischen der Gemeinschafts- oder Regionalschule und haben uns mehrheitlich für die Gemeinschaftsschule entschieden, die wir nun alle gemeinsam fördern und unterstützen sollten, denn es geht um unsere Kinder.

Hinsichtlich der Anlaufschwierigkeiten ist in der Tat die Rolle der Schulbehörde kritisch zu hinterfragen. Die Zurückweisung einschulungswilliger Schüler führte dazu, daß nunmehr in beengten Verhältnissen mit Klassenstärken von 28 Schülern unterrichtet werden muß!

Das wäre jedoch bei einer Regionalschule auch nicht anders gewesen.

Von daher ist es einfach unlauter von der CDU wenn zu lesen steht, daß der Fraktionsvorsitzende der CDU, Mario Markmann und seine Fraktionskollegen die "Schuld bei der Oldenburger Stadtvertretung läge, als wäre das gegliederte Schulsystem unter den damaligen Entscheidungskriterien zu erhalten gewesen.

Beim notwendigen Blick nach vorn ergibt sich jedoch für die Zukunft evtl. die Möglichkeit, Realschulen als Angebotsschulen einzurichten. Das ist eine konsensfähige Forderung der FDP bei den Kieler Koalitonsgesprächen die umgesetzt werden soll, wenn das Volksbegehren zugunsten der Realschulen erfolgreich ist. Hier ergibt sich dann evtl. auch für Oldenburg als großer Schulstandort die Möglichkeit einer Angebotsrealschule als Nachfolgeschule für die erfolgreiche und nun in die Gemeinschaftsschule integrierte Realschule.

Das genügend Schülerpotential vorhanden ist zeigt die Tatsache, daß für den Schulbeginn 01. August 2009 Schülerinnen und Schüler für die Gemeinschaftsschule seitens der Schulbehörde zurückgewiesen und damit nur vier, statt fünf Klassen genehmigt und eingerichtet wurden.

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